
In
einer Zeit wo gar nichts mehr ging, ich den Blues hatte, wollte ich
nach längerer Pause wieder musizieren. Musik ist etwas für die
Seele, für Gefühle und Idealismus, für den Ausgleich im
Leben, wenn man es wie wir, neben dem Beruf, als Freizeitbeschäftigung
betreibt. Der Traum vom großen Geld ist eh vorbei, zu viele Niederlagen
habe ich einstecken müssen. Es ist einfach schön auf der Bühne
zu stehen, um mit dem Publikum zu kommunizieren, halt aweng waafm=reden,
seine Musik spielen und gemeinsam genießen.
"Die Sprache des Blues ist ein wesentlicher Bestandteil seiner Wirkung. Es ist die Sprache einer Volkskunst, die man nicht in die Sprache oder gar den Dialekt eines anderen Volkes übersetzen kann, ohne ihm seinen lebendigen Herzschlag zu nehmen. Selbst die beste Nachbildung wäre eine Verfälschung."
Zitat aus der Übersetzung von Lore Boas
Mein Dank gilt den schwarzen Musikern, die diese grandiose Musik erschufen, deshalb treten wir live in schwarzer Kleidung auf und haben unsere Webseite in schwarz/weiß gestaltet.
Ende 1999 stand mein Konzept: Moderne Lieder aus Rhythm’n’Blues/Soul
mit fränkischen Texten. Dazu gehört auch ein passender Bandname. Es sollte
einer im typischen Fränkisch sein, einer der das Leben von unten benennt. Einer der anstößt, nachdenklich stimmt, über den nicht gerne geredet wird und trotzdem auf großen Füßen steht, was könnte den Blues besser beschreiben als der Name: Schwassla =Schweißfüße. Die Fäiß (=Füße) in Schou (=Schuhe) und
Schdrümbf (=Strümpfe) reingepresst, wo ist da die Freiheit? Gar mancher fühlt sich eingeengt, falsch verstanden, ausgegrenzt, gemobbt, bevormundet usw. und trotzdem gibt es einen Weg, den jeder nur selber finden kann.
Ein halbes Jahr schrieb ich Texte aus dem Leben, aus Franken
. Geplant war die Band mit 7-8 Musikern, wobei 2-3
„Bläser“ der Gruppe das Profil geben sollten.
Damals, im März 2000, habe ich mit vielen Leuten geredet und immer
wieder gefragt: „Spielst Du a Instrument? Welches? Wie lange? Hast
Du Banderfahrung? usw“. Dazu habe ich den ersten Übungsraum
in der Nähe von Zirndorf gemietet. Es war ein Ambiente wie in einem
Jazzklub, ein tolles Kellergewölbe. Allerdings war die Luftfeuchtigkeit
zu hoch, normal 35 – 40%, da waren es 70%. Die erste PA
hat unser Trompeter Leo günstig beschafft. Sie kam nur kurz zum Einsatz, wegen dem permanenten Hall. Nacheinander fand ich die sechs Musiker, die Band war komplett.
Trotz aller Probleme homm mas gschaffd, wir spielen Auftritte und wollen
mit den Zuhörern a boa schäine Stundn verleem. Oda, vielleichd
sugoa mea?
Vielen Dank an
- Friedrich Forssman für die Plakate. Sie sind wirklich gut gelungen.
- unsere Frauen, die es nicht immer leicht mit uns haben.
Euer Rolf Vitzthum.
Oomergung (=Anmerkung):
Heutzutage gibt es immer mehr Wörter die aus Fremdsprachen zu uns
hereindrängen. Mit Fränkisch allein kommt man nicht mehr aus.
Neudeutsch heißt das Zauberwort.
Auf jeder unserer Seiten, außer der Titelseite, sind links die Seitenüberschriften
angegeben, darunter ist der „Translator-Fränkisch“, der
das fränkische Wort ins Neudeutsche übersetzt.
Beispiel: „Oofang“, unter dem Translator-Fränkisch steht
„Home“.